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AARE ZEITUNG, Dienstag, 2. Juli 2024 | KW 27 | 15. Jahrgang | Inserateannahme: 062 212 99 88 | Redaktion: 062 212 34 94 | info@goesgerwoche.ch | www.goesgerwoche.ch
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«Bei den Haustieren Achtung Bargeld
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fehlen immer wieder Pelzmäntel und Jacken, Tafel- und
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Anzeichen von einer Veränderung – im Gegenteil. In fast je-
dem zweiten Schweizer Haushalt leben Heimtiere: in etwa
12 Prozent aller Haushalte wohnt ein Hund, in 28 Prozent
aller Haushalte lebt eine Katze.
Dieser Boom wirkt sich auch auf bensdauer des Tieres die persön-
die Tierarztpraxen aus. Daniel lichen und finanziellen Ressour- Bild: zVg
Gerber, Geschäftsführer der cen (z.B. Wohnsituation, Budget Die Tierarzneimittelversorgung in der Schweiz hat sich in den letzten Jahren
Gesellschaft Schweizer Tier- für Tiernahrung und tierärztli- deutlich verschlechtert.
ärztinnen und Tierärzte GST, che Behandlungen) auch lang-
gibt einen Überblick, über die fristig berücksichtigen. Wie hat sich das Verhältnis zum Verglichen zu Behandlungen bei
Rolle der Haustiere in der Ge- Tier in den letzten Jahren ver- Menschen kommen bei Tierpa-
sellschaft, und die Entwicklung Seit der Pandemie haben sich ändert und welche Auswirkun- tienten häufiger finanzielle As-
der Tiermedizin, aber auch über viele Menschen ein Haustier gen hat das auf die Tiermedizin, pekte als limitierende Faktoren
Versorgungsengpässe von Medi- angeschafft, Hunde und Katzen respektive die Tierarztpraxen? zum Tragen, da die Tierhalten-
kamenten, Teilzeit und die Be- sind sehr beliebt. Spüren Sie Haustiere werden heute oft als den selber für die Kosten auf-
lastungen im Job als Tierärztin das in den Tierarztpraxen. Oder Familienmitglied betrachtet. kommen müssen. Erst wenige
oder Tierarzt. anders gefragt. Hat die Pande- Damit steigen auch die Anfor- Tiere sind krankenversichert.
mie für mehr Arbeit gesorgt? derungen an die Behandlungen In der Tat bringt dies oft ethi-
Wie geht es den Haustieren in Die Anzahl Haustiere hat in und die Erwartungen an deren sche Fragen mit sich. Jeder Fall
der Schweiz? der Tat in den letzten Jahren Erfolg. Andererseits haben sich muss daher individuell ange-
Daniel Gerber: Dies ist natür- zugenommen. Allein die An- die Möglichkeiten der Diagnos- schaut werden. Tierärztinnen
lich sehr individuell. Insgesamt zahl Hunde in der Schweiz ist tik und Behandlung wie in der und Tierärzte haben dabei eine
hat die Bedeutung der Haus- in den vergangenen fünf Jah- Humanmedizin stark entwickelt. wichtige und anspruchsvolle
tiere in der Gesellschaft sicher ren von rund 500'000 auf ak- Funktion: Einerseits als medi-
zugenommen und damit auch tuell 553'000 gestiegen. Die An Hunden und Katzen werden zinische, andererseits auch als
die Sorge um ihr Wohlergehen. Mehrarbeit verschärft die ak- immer komplexere chirurgische moralische Beratende des Tier-
Andererseits werden Haustiere tuelle Problematik des Fach- Eingriffe durchgeführt. Die Ve- besitzers oder der Tierbesitze-
noch zu oft von unseriösen An- kräftemangels in den Tierarzt- terinärmedizin entwickelt sich rin. Tierärztinnen und Tierärzte
bietern aus dem Ausland gekauft. praxen. Tierarztpraxen haben zur Hightechmedizin. Wie hoch versuchen die Entscheidung für
Hier appellieren wir an die Tier- zunehmend offene Stellen, die ist die Breitschaft für die vier- oder gegen eine Behandlung
haltenden, sich vor einem Kauf sie nicht besetzen können. Die beinigen Freunde viel Geld aus- stets im «besten Interesse» des
gut zu informieren. Wer sich ein GST fordert daher unter ande- zugeben und ist eine solch teure Tieres zu wählen.
Haustier anschafft, sollte zudem rem mehr Studienplätze in der Tierliebe ethisch vertretbar, res-
mit Blick auf die gesamte Le- Veterinärmedizin. pektive wo sind die Grenzen? Fortsetzung Seite 3
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