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AARE ZEITUNG, Dienstag, 21. Oktober 2025 | KW 43 | 16. Jahrgang | Inserateannahme: 062 212 99 88 | Redaktion: 062 212 34 94 | info@oltnerwoche.ch | www.oltnerwoche.ch
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aus Betrieben und ÜK- des «Schwarzen Blo- tiv sein. keit.
Leitungen. ckes».
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Der Kloster-
landschaft Schweiz
geht es nicht gut
Der Verein Kloster-Leben hat sich zur Aufgabe gemacht, reli-
giöses Kulturerbe sicherzustellen und Klostergemeinschaften
bei Neuorientierung zu unterstützen. Präsident Urs L. Steger
gibt Einblick in die Klosterlandschaft Schweiz und spricht
über die Nöte der Klöster und mögliche neue Perspektiven für
die alten Mauern.
Bild: pixabay
In der Schweiz gibt es 75'804 allerdings nur bedingt auf die Es gibt kaum noch Menschen, die sich einer Klostergemeinschaft anschlies-
Klöster und andere sakrale Bau- aktuell sich in prekären Ver- sen: Der Verein «Kloster-Leben» setzt sich dafür ein, die «Heiligen Orte» für
ten. Sinkende Mitgliederzahlen, hältnissen befindenden Klös- zukünftige Generationen zu bewahren. Hier auf dem Bild das bekannte Ro-
Unternutzung und Leerstände ter übertragen. Trotzdem bin mainmotier, im Kanton Waadt.
sorgen dafür, dass die Immo- ich der Auffassung, dass sich –
bilien kaum noch tragbar sind. trotz aller Grenzen der Über- Landwirtschaft und Kunst, Gast- Finanzierung und Organisation
Wie geht es den Klöstern in der tragbarkeit von Dritt-Konzepten freundschaft und sozialem En- der Pflege. Früher standen da-
Schweiz? – sich ein Blick auf die gelunge- gagement. Von ihnen lässt sich für eigene Ordensleute oder Or-
Urs L. Steger: Der Klosterland- nen und auch weniger gelun- vieles lernen für ein gutes Zu- densfrauen anderer Klöster zur
schaft Schweiz geht es nicht genen Anläufe dieser Vorzei- sammenleben in unserer diver- Verfügung. Oft fehlt die Kraft
gut. Es gibt kaum noch Men- geklöster lohnt. Vor allem die sen Gesellschaft, das interes- und die Motivation, sich über
schen, die sich einer Kloster- innere Kraft des Geistes der in siert uns. Wir bauen an einem das eigene Ende hinaus mit der
gemeinschaft anschliessen. So diesen Klöstern beheimateten Wissensfundament für ganzheit- spirituellen Verantwortung für
stehen viele Klöster fast leer Gemeinschaften hat diesen «sa- liche, interdisziplinäre Trans- kommende Generationen ausei-
oder drohen, verlassen zu wer- kralen Granden» schlussendlich formationen einer bedeutenden nanderzusetzen: Auch wenn wir
den. Es gibt keine schnellen Lö- viel mehr als nur ein Überleben Kulturlandschaft. Sie ist zu kost- heute noch nicht exakt wissen,
sungen für diese spirituellen, ermöglicht. bar, um sie ökonomischen Zwän- was die Menschen morgen brau-
sozialen und wirtschaftlichen gen, Immobilenmogulen, kurz- chen, ist es wichtig, die Res-
Kulturgüter. Es gibt grosse und Was motiviert Sie, sich im Verein fristigen Hauruck-Übungen oder sourcen, die eine Gesellschaft
bekannte Leuchtturmklöster Kloster-Leben zu engagieren? Partikularinteressen zu opfern. den Kirchen und Klöstern ge-
wie Einsiedeln oder Engelberg Die Klosterlandschaft prägt den geben hat, verantwortungsvoll
aber auch das weniger bekannte Lebensraum Schweiz in vielfäl- Was sind die grössten Heraus- zu teilen: Nicht unter Aufsicht
weitgehend profanierte Klos- tigster Hinsicht, nicht nur ge- forderungen für die Ordens- der geistlichen Gemeinschaf-
ter Fischingen. Diese spirituell/ schichtlich: Viele Klöster sind gemeinschaften in der heutigen ten, sondern mit ihrer Offen-
theologisch und betriebswirt- beeindruckende Modelle von Zeit? heit, über sich hinaus zu teilen.
schaftlich gut funktionieren- Kreislaufwirtschaft, intergene- Für die meisten ist es der eigene
den Areale erzählen interes- rationellem Zusammenleben Sterbeprozess. Das bedeutet Was ist der Zweck des Vereins,
sante Hintergrund geschichten aus einer gemeinsamen Mitte vorrangig, für die älteren Mit- beziehungsweise wie unterstüt-
ihres bis heute andauernden mit Ausstrahlung, hochspezia- schwestern und Mitbrüder zu zen Sie die Ordensleute?
Erfolgs. Diese KPI lassen sich lisiertem Handwerk, achtsamer sorgen. Dazu gehört auch die Fortsetzung Seite 3
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